Dieses Mal gibts wieder jede Menge zu lesen...
| ~ AOTEAROA - DAS LAND DER LANGEN WEIßEN WOLKE ~ Da wurde Neuseeland seinem Maori-Name doch mal in höchstem Maße gerecht ;-) |
Weiter gehts in Christchurch, wo ich Mama Ende April zum Flughafen brachte.
Davor waren wir jedoch noch einige Morgende damit beschäftigt meinen Bus anzuschieben - die Batterie schwächelte eindeutig ZU OFT !! Gezwungenermaßen habe ich das Überbrücken und Anschieben eines Autos mittlerweile richtig drauf... Lieber wäre mir es natürlich gewesen, dies in einem anderen Rahmen zu lernen, aber gut :D
Tag des Abflugs, morgens am Campingplatz: Anschieben. Auf dem Weg zum Flughafen nochmal eben einkaufen, wir waren gut in unserem Zeitplan, mussten aber dann auch wirklich los um zu viel Stress am Flughafen zu vermeiden. Und wer hätts gedacht: Das Auto springt nicht an. Oh maaaaan, das war ziemlich scheiße - aber durch die netten Kiwis und die Starthilfe haben wirs dann doch noch rechtzeitig geschafft. I think Mum's heart beated that fast that it wasn't healthy anymore, for sure :D
Während Mama also am Flughafen wartete, bin ich eine halbe Stunde lang immer zwischen zwei Kreisverkehren hin- und hergefahren, um die Batterie wenigstens etwas aufzuladen... Ich kam mir so bekloppt vor :D Naja, muss man auch mal gemacht haben.
Und dann war Abschied nehmen angesagt - ziemlich tränenreich (meinerseits)... Wie ich das doch hasse -.- Die Zeit zusammen war einfach so super schön & kostbar :)
Und weil das alles emotional so viel zu viel für mich war, wartete ich eine halbe Ewigkeit, bis Mama im A 380 irgendwann abhob...
...um in eure Richtung zu fliegen - in dem Moment wäre ich tatsächlich am liebsten mit... Ich bin so lange draußen am Flughafen gesessen, bis ich das Flugzeug wirklich nicht mehr erkennen konnte... Auf dem Bild oben müsste das allerdings noch möglich sein ;-)
Glücklicherweise wurde ich dann aber in dieser inneren Chaos-Phase von meinen lieben Freunden Jessica (Niederlande) & Tonio (Paris) aufgefangen. Die beiden traf ich nämlich gleich anschließend in einem Hostel, wo Tonio als "man of the house" arbeitete & wohnte und Jess war übers Wochenende in Christchurch. Das ist bei uns wirklich super, wir alle kennen uns ja seit der ersten Woche in Auckland und treffen uns immer wieder woanders in Neuseeland :)
In diesem Hostel bin ich dann eine gute Woche oder so geblieben, der WG-Flair war richtig schön. Einige wohnten dort sogar mehrere Monate um in Christchurch zu arbeiten.
Und wieder einmal habe ich gemerkt, wie super einfach es doch ist, neue Leute kennen zu lernen wenn man alleine reist ! Während der wunderbaren Zeit mit meiner Mum war ich darauf ja gar nicht "angewiesen" - wenn ihr wisst was ich meine. In der einen Woche im Hostel habe ich schon wieder sooo viele Leute kennen gelernt - es war richtig super :) Mit einigen habe ich jetzt immer noch Kontakt - ein Lob auf facebook (ausnahmsweise mal).
| Tom (Berlin) & Max (Hamburg) - meine 2 lieben Kifferfreunde :D |
Tom hatte einen so vollgestopften Bus, wie ich es überhaupt noch nie gesehen habe - keine Ahnung wo er zwischen all dem Zeug geschlafen hat. Für ihn war Christchurch die letzte Station ("Mir is hier jetzt zu kalt, ich hau ab nach Thailand"), deshalb hätte er mir liebend gerne seine Ratte überlassen - leider wollte ich sie nicht.
Tom war schon einmalig ("Ja keine Ahnung, ich fang dann im Herbst zu Studieren an. Mal schaun was. Mit der Wartezeit is mein Abischnitt jetzt ungefähr bei 1,5 oder so (von 2,7 - dabei läuft das so doch gar nicht :D ) Das Ding ist nur, ich find mein Abizeugnis nich mehr. Kein Plan wo ich das hab...") Oh mann :D Kennen gelernt habe ich Tom eigentlich, da er mir netterweise immer Kartofffelpuffer abgegeben hat - sehr lecker :) Abends kam er nämlich vollkommen fertig von seinem Job (schwere Fisch-Paletten aus Containern bei -18 °C (!) entladen). Anscheinend war dies so anstrengend, dass er deshalb regelmäßig 6 Schnitzel essen musste !!! Zu krass. Mit Gemüse und allem - und eben den Kartoffelpuffern :D
Das Autoproblem war allerdings immer noch nicht gelöst.
Auf dem Weg zu einer Autowerkstatt stoppt ich nochmal kurz bei "Pack 'n save" - dem günstigsten und riesigsten Supermarkt - stellt euch vor, hier in Neuseeland wird einem ALLES immer gleich in Plastiktüten eingepackt! Wie umweltbewusst...
In jedem Fall ist dann natürlich auch dort auf dem riesen Parkplatz mein Bus nicht mehr angesprungen -.- Man man man... Und niemand hatte ein Überbrückungskabel (inklusive mir). Nach einer halben Ewigkeit hatte ich aber doch mit 3 vollgepiercten und tättoowierten Jungs Glück. Zu viert haben wir meinen Van dann durch Anschieben endlich wieder anbekommen, das war wirklich alles andere als einfach.
Ab da war mir klar: Es musste jetzt sofort was gemacht werden. So ging das wirklich nicht mehr. I really needed a reliable car ! I mean, sometimes I was in the middle of nowhere - with nobody.
Ich war wirklich entsetzt als ein Angestellter der einen Autowerkstatt meinte, dass die Batterie in Ordnung wäre - und stattdessen wahrscheinlich die "glow plugs" kaputt wären. Keine Ahnung was das deutsche Wort dafür ist - vielleicht Zündkerze oder Glühstäbe, falls es bei Dieselmotoren sowas gibt ?? In jedem Fall hatte es was mit dem Vorglühen zu tun. Für eine neue Batterie war ich auf etwas 100 $ eingestellt, er meinte nun aber, das dies etwas 300 $ kosten sollte ?!
Da es hier aber so viele Autowerkstätten gibt, rief ich bei ungefähr 8 verschiedenen an und erkundigte mich nach den Preisen: Zwischen 200 und 600 $ war alles dabei - das ist doch der hammer, oder ??! So stark können die Preise nun wirklich nicht variieren.
Eine Autowerkstatt wollte sich das alles erstmal ansehen, das fand ich schonmal gar nicht so schlecht.
After one hour I was really happy as my van was fixed :)
So it wasn't neither the battery which caused the problem, nor the glow plugs but a screw (Schraube) which was loose so that the connection between the key and the glow plugs was interrupted. Something like that... The guys in that garage (Autowerkstatt) were very friendly and I just had to pay 70 $ for the time he worked. It was great :)
Während der Woche in Christchurch nahm ich mich dem Medizin-Studium an und verbrachte wirklich ewige Stunden in der Library (free wifi), um dort die Rangliste meiner 6 Ortspräferenzen festzulegen, mit meinen bestmöglichsten Chancen auf einen Studienplatz.
Eine elende Arbeit. Zum Glück gings Laura, eine ganz super liebe aus dem hohen Norden Deutschlands, genau so :)
| Die liebe Laura - ein Naturtalent in Sachen Fotografie :) |
Dort lernte ich auch Stefan aus Jena kennen, welcher eine ganze Weile in der "Red Zone" gearbeitet hat - also in dem zerstörten Stadtzentrum Christchurchs... Da die "Red Zone" streng bewacht ist, bracht man einen speziellen Ausweis.War echt ganz schön krass, was er davon erzählte, und sehr spannend. In jedem Fall kommt das dort wohl einer Geisterstadt ziemlich nahe: In den Restaurants stehen noch Weingläser auf den gedeckten Tischen, die Kleidergeschäfte sind voll von Klamotten, in Drogeriemärkten befindet sich auch noch das meiste - nur wertvolle Dinge wie Geld, Schokolade und teure Zigaretten fehlen. Außerdem wartete man auf das nächste große Erdbeben weilches ca. alle 5 Monate vorkommt. Eigentlich wäre dieses wohl im April und damit überfällig... Seine Arbeit war es, Stahl und Kupfer und alles was man eben noch irgendwie brauchen konnte aus den Gebäuden heraus zu holen - und das im 13. Stock... Man könnte sich wohl einen sicheren Arbeitsplatz vorstellen, wenn man an das bevorstehende Erdbeben denkt, welches alle erwarten und weswegen es dauernd safety-meetings gibt...
Jeden Tag bin ich auf dem Weg in die Mall an den Absperrungszäunen zur "Red Zone" mit den kaputten Gebäuden vorbei gekommen. Das ist wirklich richtig schlimm - vorallem eben auch mit der Gewissheit leben zu müssen, dass ein solches Erdbeben jeder Zeit wieder vorkommen könnte...
| project gap filler |
Es gibt aber auch super Projekte wie das "project gap filler", um die leeren Plätze sinnvoll zu füllen. An vielen Orten, wo zerstörte Gebäude abgerissen werden mussten, befinden sich nun offentliche Plätze welche jeder nutzen kann.
Auf dem Bild oben stand vor dem Erdbeben anscheinend mal ein Autohaus, jetzt befindet sich dort ein open-air dance floor, wo sich die Leute treffen & ihre eigene Musik mitbringen können. Das ist echt lustig :)
| project gap filler |
An dieser Straßenecke stand wohl das Haus, welches ihr auf dem Foto am linken Bildrand seht. Nun befindet sich dort eine Art Café. Beeindruckend, oder ? Ich find das Projekt super ! :)
| Ihr glaubt nicht, wie viele Oldtimer hier in NZ herum fahren ! |
Wo wir wieder beim Thema "Auto" wären. Mein Van sprang nämlich schon wieder nicht an - das war wirklich nicht mehr feierlich !!! Wo mir der Mechaniker doch versicherte, dass jetzt alles funktionieren würde -.- Mit meinen beiden lieben Freunden Tom & Max versuchten wir wirklich 10 Mal den Bus in der Hostel-Einfahrt anzuschieben und wieder zum Laufen zu bringen, vorwärts, dann wieder rückwärts... Ich wär fast verzweifelt. Beim 11. Mal haben wirs dann tätsächlich doch noch geschafft - dem Himmel sei dank. Netterweise hat mich Max dann zur Autowerkstatt begleitet - um mir seelischen Beistand zu leisten oder was auch immer. Kurz um, im Endeffekt wars nämlich doch die AUTOBATTERIE, die einfach zu schwach war !!! Wo das doch das aller Einfachste wäre !!! Ich verstehs immer noch nicht. Da fängt man wirklich an, an den Automechanikern zu zweifeln ! Und leider man muss echt aufpassen, dass man nicht über den Tisch gezogen wird.
Natürlich ist das alles an dem Morgen passiert, als Tonio und ich Richtung Queenstown aufbrechen wollten. Aber die Autobatterie war dann schnell gewechselt und alles war gut - FINALLY ...
So, das war jetzt ziemlich viel zu lesen mit dem Auto. Ihr könnt euch nicht vorstellen, was für ein unbeschreibliches Gefühl das doch ist, wenn der Motor einfach so anspringt !!! Und das geht mir jetzt nach 2 Monaten immer noch so :) Der absolute Hammer :)
Ach ja, und zwischen durch war ich mal wieder KOMPLETT pleite - das Umbuchen meines Rückfluges war einfach wahnsinnig teuer und das auch so unerwartet, dass ich mich finanziell gar nicht darauf einstellen konnte. Aber was solls. Tonio hat mir dann zum Glück was geliehen :)
Dann gings für uns aber wirklich los, BACK TO THE ROAD AGAIN.
Es war wirklich absolut genial endlich wieder durch die weite Landschaft zu fahren. Tonio hat sich zwar anfangs etwas beschwert, dass ich so langsam fahre - aber daran hat er sich dann auch gewöhnt. Überholen und alleine fahren wollte er nämlich auch nicht :D 70 ist einfach eine gute Geschwindigkeit und es hat wirklich nur Vorteile ! Allerdings wird das Geschwindigkeitsgefühl durch den lauten Bus etwas verfälscht, von daher kann man das dann doch wieder nicht verallgemeinern ;-)
Mit Sicherheit ist es jedoch das absolut Größte, mit dem eigenen Van durch Neuseeland zu touren - bei offenem Fenster und guter Musik. Für mich ist das definitiv gigantisch - da erlebt man die wohl überwältigstende Freiheit :) Yeah ;)
| Am Lake Tekapo |
Ich bin die ganze Strecke zwischen Christchruch und Queenstown ja schon mit Mama gefahren. Da sie aber wirklich wunderschön ist, war das natürlich kein Problem :) Man muss wirklich sagen, dass wir 2 super viel Glück mit dem Wetter hatten, Mama ! Bei Sonne sieht alles nochmal ganz anders aus :)
| Lake Pukaki |
Tonio und ich sind dann am Lake Pukaki entlang hinter an den wohl abgelegensten Ort gefahren, den ich kenne: "Mt Cook Village". Dort gibt es wirklich NICHTS, bis auf eine Schule und eine Tanksäule mit schweineteurem Benzin / Diesel ( 20ct hat der Liter dort mehr gekostet !), allerdings auch die einzige im Umkreis von 90 km...
Die Umgebung dort ist wirklich überaus beeindruckend: Surrounded by all these mountains you feel so small...
Tonio und ich haben bei Mt Cook Village auf dem günstigen DOC-Campingplatz übernachtet - das war vielleicht kalt dort, ich sags euch... "Ohh Scheeeiiiße..." -würde Judith jetzt (berechtigter Weise) sagen :D Ohne Elektrizität und Duschen, und dann versagte auch noch mein Gaskocher :D Es war dann aber trotzdem ein gemütlicher Abend, da wir einfach in meinem Van noch nen Film angeschaut haben. :) Vissi: Du siehst also, dein Netbook wir schwer beansprucht :D
Ich meine, was will man auch machen, wenn die Umgebung um einen herum so aussieht wie auf dem Bild oben - UND DAS UM 18:30 UHR :D
| DOC-Campingplatz bei Tageslicht |
Dafür wird man morgens beim Aufwachen regelmäßig überrascht, wie der Ort eigentlich aussieht ;) Surprise, surprise :D
| Interesting exposition about glaciers at the visitor center |
The next morning we went to the visitor center in Mt Cook village and did the "Hooker Valley Track". We were lucky that it didn't rain anymore, the mountains were covered with snow - and clouds, so we weren't abel to see the mountain summits.
| Freda 2 :D |
But anyway, it was really impressive !!
| Imagine that the whole valley was formed by a huge glacier ! |
| We crossed 2 swing bridges - if you have good eyes you should recognize Tonio on that one |
An dem wundervollen Gletschersee mit vielen verschiedensten Fantasie-Figuren hatten wir schließlich unser Ziel erreicht :) Es war gigantisch...
| a snail & a fish made out of ice :) |
| Tonio & me in front of the Hooker Glacier & the glacier lake |
Ich war wirklich schwer beeindruckt, da ich vorher noch nie einen Gletscher aus solcher Nähe gesehen hatte ! Zudem ist das Gletschereis auch noch 600 Meter dick - das ist doch unglaublich !! Woooow.
Und sowieso bin ich hier regelmäßig überwältigt von der Landschaft, diese unendlichen Weiten und man stelle sich vor, dass dies einfach mal die mächtigen Gletscher geebtnet haben und große Seen wie den Lake Tekapo oder Pukaki ausgeschürften !
After our trip to Mt Cook Village we continued driving till it became dark again - and this time we stayed really IN THE MIDDLE OF NOWHERE. Es gab dort einfach überhaupt gar nichts :D But a nice valley surrounded by hills. Was uns wirklich zu schaffen machte, war die Kälte. Es hatte gefühlte -50°C -mindestens- und war A...KALT. Und das, obwohl wir schon jede Menge an hatten. Für mich hieß das: 2 Tops, 2 T-Shirts, 1 Sweat-Shirt, 1 Fleecepulli, 3 andere Pullis, 1 Schal, 1 Mütze & Mamas Winterjacke - außerdem 2 Schlafsäcke... Oh maaaan...
| IN THE MIDDLE OF NOWHERE - am nächsten Morgen beim Zähneputzen - surprise, surprise :) |
| Spiegelsee bei Cromwell |
Nach dieser (überlebten) Nacht streikte Tonio nochmal in seinem Auto zu schlafen :D War aber auch überhaupt nicht nötig, da wir dann sowieso in Queenstown an kamen, wo wir Adrià und Tanja wieder trafen - glücklich vereint ;)
Das gibts beim nächsten Post dann...
Bis dahin - aaaaaaaaaalles Liebe :)
Teresa
Ooh man Teresa ...
AntwortenLöschenyou write about a lot of interesting things, landscapes, technical problems and not at least pure adventures ... -I'm very happy for you !
Have further a great time, perhaps you should reflect about a pre-heating for your van , in that case I needn't do that :-)
Oh weia, wenn dir jetzt schon so bitterkalt ist dann werde ich wohl nicht drumherum kommen sowas einzubauen ...
Ich seh dich bald
Kisses
Knobi